Home
 Suchen & Finden:
 Sprache
 Kirchen in Graubünden:
Home
Kirche
Kirchgemeinden
Landeskirche
Adressen
Gesamtkirchliche Dienste
Service
Kontakt
Medien
Weitere Organisationen
GemeindeBilden
Verfassungsrevision
Veranstaltungen suchen
Sitemap
Haftungsausschluss
Login
Kirchenratspräsidentin Lini Sutter
Kirchenratspräsidentin Lini Sutter
ältere Meldungen

Am 30. November 2011 endet die erste Beteiligungsphase am vorliegenden Vorentwurf einer neuen Verfassung. Wie geht es weiter? Kirchenratspräsidentin Lini Sutter nimmt Stellung.

"Neue Wege entstehen beim Gehen" - eine weise Erkenntnis die wir nutzen. Am Ende einer wichtigen Phase der Beteiligung dankt der Kirchenrat allen für das intensive Mitdenken und Mitgestalten an der Bündner Kirchenverfassung.

Viele Meinungen, kritische Bemerkungen und konstruktive Erläuterungen wurden dem Kirchenrat zugetragen und zugestellt von nah und fern. Der Auftakt machten die Informationsveranstaltungen und die Grossgruppenkonferenz, gefolgt von der Synode, der Kolloquialen Veranstaltungen und der Kolloquialsitzungen, dem EGR, der synodalen Arbeitstagung und der Präsidentinnen-Tagung. Ein kleinerer aber nicht weniger wichtiger Austausch spielte sich auf unserer Website ab.

Aus den Antworten der Kolloquien und der Zusammenfassung der Grossgruppenkonferenz lassen sich einige Tendenzen bereits heute herauslesen: Das Wachsen von unten, die Berücksichtigung der politischen Fusionen, auch der Schulstrukturen, Spitäler, Pflegeheime und der Jugendarbeit wird angemahnt, ebenso wie der Verlust der Gemeindeautonomie. Klar formuliert wird, dass über Veränderungen nachgedacht werden soll. Auch werden Anreize, Instrumente und Vorlagen vom Kirchenrat zur Umsetzung von angedachten Strukturen verlangt. Beim Finanzierungsmodell wünscht man sich eher einen Finanzausgleich mit einer gewissen Finanzkontrolle als einen einheitlichen Steuersatz.

Die zahlreichen Rückmeldungen haben uns gefreut und ermutigt. Ganz herzlichen Dank an all die vielen, die sich zu Beteiligten gemacht haben. Wir werden diese gesammelten Informationen, Anregungen und Bedenken aufnehmen, sie ernst nehmen und – wo immer möglich - in die weitere Arbeit einfliessen lassen.

Ein weiterer Schritt ist nun die Auswertung. Der Kirchenrat wird, wenn die Ergebnisse auf dem Tisch sind, eine Evaluation des bisherigen Prozesses machen und aufgrund der Auswertung der Ergebnisse das weitere Vorgehen beschliessen. Im Frühling wird somit eine neue Prozessarchitektur den weiteren Weg und das Vorgehen aufzeigen.

Ob und wann eine allenfalls erweiterte Arbeitsgruppe mit Mitgliedern aus der Steuerungsgruppe die Arbeit aufnehmen wird, kann und wird erst nach der Auswertung der Ergebnisse kommuniziert. Es ist durchaus möglich, dass über einzelne Themen weitere Beteiligungsphasen eingebaut werden müssen.

Das Ziel bleibt immer noch das Ziel vom Anfang – eine schlanke, funktionsfähige Verfassung, die von einer grossen Mehrheit getragen wird, und die uns ermöglicht, mit gut und sorgfältig eingesetzten Ressourcen eine zukunftsfähige Volkskirche zu sein.
Der Verfassungsweg, den wir eingeschlagen haben, hat zum Denken und zum Sprechen über "wie wir unsere Kirche leben" angeregt, hat Energien frei gemacht. Nutzen wir diese Energien für den weiteren Weg.

(30.11.2011)