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Mit theologisch-philosophischer Arbeit, der Filmuraufführung zu Calvins 500. Geburtstag und einem Fussballmatch beschäftigte sich die Bündner Synode am Samstag in St. Moritz.

Der jüdisch-französische Philosoph Emmanuel Levinas (1906-1995) war das Thema in zwei Vorträgen und anschliessender Diskussion. Dieser Philosoph hat sich ausführlich zur religionsphilosophischen Fragen geäussert. Seine "Philosophie der Asymmetrie" wird seit einiger Zeit in der deutschsprachigen Theologie diskutiert. Der Aroser Pfarrer Heinz-Ulrich Richwinn folgte in seinem Referat vor allem dieser Diskussion und zog Folgerungen für Seelsorge, Predigt und Diakonie.

Kritisch äusserte sich in der anschliessenden Diskussion der Schierser Philosophielehrer Martin Pernet. Er bezeichnete die Philosophie von Levinas "etwas sperrig, ja verschroben". Er selber könne sich den Gedanken Levinas‘ nicht anschliessen, da für ihn zu viele Fragen offen blieben. Romedi Arquint, Chapella, würdigte das Denken von Levinas, denn es bewahre einen Pfarrer davor, anbiedernd oder vereinnahmend mit Gott umzugehen. Die Frage, wie fremd einem der andere Mensch und Gott letztendlich bleiben, wurde durch verschiedene Diskussionsteilnehmer kontrovers beurteilt.

Filmuraufführung zu Calvin
Ein ganzes Jahr lang beschäftigte sich der pensioniert Churer Pfarrer Fritz Peer mit Vorarbeiten zu einem Film zu Johannes Calvins 500. Geburtstag. Dieser 60-minütige Dokumentarstreifen wurde am Samstagabend uraufgeführt. Was ihm beim Namen Calvin in den Sinn komme? "Calvin Klein" antwortet ein Teenager im Film auf diese Frage. Der Genfer Reformator, so glaubt Autor Fritz Peer, sei eben weit von Graubünden entfernt. Um das zu ändern durchforschte Peer alte Hörspiele, Filmausschnitte und Bücher. Er filmte am Geburtsort Nyon, 100 Kilometer nördlich von Paris, sowie an Calvins Lebensorten Strassburg, Basel und Genf. Entstanden ist ein Mosaik aus Gegenständen, Stichen, Gemälden, Musik und Hörspieleinspielungen. Der Film geht chronologisch  den Leben Calvins nach. Er ist so konzipiert, dass er in der Erwachsenenbildung und im Schulunterricht eingesetzt werden kann.

Die synodale Fussballmannschaft "Pastors united" trat in einem Match gegen eine Auswahl des Engadins an. Das Ergebnis lag bei Redaktionsschluss noch nicht vor.