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Die Rätische Synode nahm heute in St. Moritz sieben neue Pfarrpersonen auf. Ausserdem wurde bekannt, dass das Religionsunterrichtsmodell 1 1 auf das Schuljahr 2011/12 hin eingeführt werden soll.
Die Landeskirche rechnet mit der Umsetzung des neuen Modells für Religions- und Ethikunterricht 1 1 im Schuljahr 2011/12. Dies gab Kirchenrätin Cornelia Camichel Bromeis bekannt. Zudem habe der Kanton seine Absicht noch einmal bekräftigt, das Modell 1 1 in enger Kooperation mit beiden Landeskirchen umzusetzen.
Eine Arbeitsgruppe Katechese erarbeitet derzeit eine verbindliche kirchlich-schulische Begleitung für 0 bis 20-jährige. Es soll die Kooperation zwischen Kirche und Schule klären, die Unterrichtsberechtigungen für kirchlichen und staatlichen Unterricht, Finanzen und Weiterbildungen klären.
Neue Pfarrpersonen aufgenommen Die Synode nahm sieben neue Mitglieder auf. Diese erhalten damit die Berechtigung, in Graubünden ein Pfarramt zu führen. Es sind Anja Felix-Candrian, gewählt nach Tamins, Ivan Walther-Tschudi, Waltensburg, Ute Latuski-Ramm und Markus Ramm, Lenzerheide, Markus Schärer, Celerina, Christoph Schneider, Zernez, Elisabeth Weber Ramirez Granados, Avers.
Kirchenrätin Thea Urech stellte den "Bericht zur Diakonie in der Bündner Kirche" vor. Er war 2007 vom Kirchenrat in Auftrag gegeben, um dem Auseinanderbrechen des gesellschaftlichen Zusammenhalts entgegen zu wirken. "Der Staat kann nicht lieben", zitierte Urech pointiert eine ehemalige Zürcher Stadträtin. Deshalb seien Kirchen und Sozialwerke als Partner des Staates in der Pflicht, sich für Nächstenliebe einzusetzen.
Mehr diakonisches Engagement Der Bericht zur Diakonie zeigt die verschiedenen Praxisfelder, in denen die Reformierte Kirche sich engagiert. Sie unterhält Beratungsstellen im Auftrag des Kantons, leistet Seelsorge in Spitälern und Gemeinden, beschäftigt Sozialdiakone, ein Pfarramt für Behinderte und unterstützt diverse Hilfswerke. Für eine zeitgemässe Diakonie, so schlägt der Bericht vor, solle sich die Kirche klarere Schwerpunkte ihres Engagements setzen, Tätigkeitsfelder definieren und Synergien mit anderen Partnern suchen. Dafür müsse ein Diakoniekonzept erstellt werden.
Jürgen Steurer, Domat-Ems, fragte in der anschliessenden Diskussion, ob es wirklich Aufgabe der Kirche sein könne dort einzuspringen, wo sich der Staat zurückzieht, wie etwas beim Frauenhaus Chur. Heiner Nidecker, Thusis, plädierte unter Verweis auf Zwingli und Calvin dafür, dass die Kirche neben den Pfarrämtern einen eigenen diakonischen Dienst aufbauen müsse.
Die Personalkommission erarbeitet eine berufsethische Selbstverpflichtung für Pfarrpersonen. Einen Zwischenbericht gab Gisella Belleri, Feldis. |