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Im Rezeptionsgottesdienst am Sonntagmorgen nahm die Bündner Synode drei neue Pfarrpersonen auf. Den anschliessenden Synodalgottesdienst leitete Pfarrerin Silke Dohrmann, Bergün.

In ihrer Predigt am Rezeptionsgottesdienst rief Vizedekanin Patrizia Weigl-Schatzmann für einen spielerischen Umgang mit kirchlichen Realitäten auf. Noch nie sei die Kirche so perfekt durchorganisiert, die Predigten so gut vorbereitet, das Pfarrerimage so sorgfältig poliert wie heute. Und doch bliebe den Menschen bei so viel Planung häufig den Atem weg. "Wir brauchen Frechheit und Unkraut in unseren schön  gepflegten theologischen Gärten", sagte die Vizedekanin. Dazu gehörten auch einmal unkonventionelle Antworten und das  Offenlassen von Fragen.

Dekan Thomas Gottschall vollzog anschliessend die Ordination und Aufnahme der neuen Bündner Pfarrpersonen. Claudia Sabina Hoffmann Cajöri wurde ordiniert und aufgenommen, sie geht ins Pfarramt nach Zürich Albisrieden. Aufgenommen in die Bündner Synode - und damit berechtigt zum pfarramtlichen Dienst in Graubünden - wurden Silke Elisabeth Manske, gewählt nach Davos Frauenkirch / Glaris, und Jesse Kally-Williams, gewählt nach Furna.

Synodalgottesdienst mit aktuellen Beispielen
Den anschliessenden Synodalgottesdienst für die Gemeinde des Synodalortes Zizers leitete Pfarrerin Silke Dohrmann. Sie bezog ihre Predigt auf den Petrusbrief, nach dem die Gemeinde ein Haus aus lebendigen Steinen sei. Dabei äusserte sie sich zu aktuellen Themen der Bündner Kirche: Der geplanten Verfassungsrevision, dem Tod des Puschlaver Pfarrers, der einem flüchtenden Mörder Einlass ins Pfarrhaus gewährt hatte oder zu der grossen Zahl deutscher Pfarrpersonen. "Unser Auftrag ist, die Türen offen zu halten. Schutz zu bieten, Trost, Heilung, und uns für Gerechtigkeit einzusetzen" sagte Silke Dormann.

Am Abend verfolgte die Synode das Finale der Europameisterschaft auf einer Grossleinwand.