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Regierungsrätin Eveline Widmer-Schlumpf und Kirchenratspräsidentin Lini Sutter unterzeichneten heute einen Vertrag in Chur. Er regelt den Anschluss der Pensionskasse der Evangelisch-reformierten Landeskirche Graubünden an die Pensionskasse des Kantons Graubünden.
Kommt sie oder kommt sie nicht? Nach einer Viertelstunde hatte die Ungewissheit ein Ende für das kleine Grüppchen von Journalisten, Vertretern der Reformierten Landeskirche und des Kantons. Sie kam. Einen Tag vor ihrem grossen Fest in Graubünden liess es sich die neue Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf nicht nehmen, in Chur den Vertrag zwischen reformierter Landeskirche und Kanton eigenhändig zu unterzeichnen.
Die Aufnahme der mit 160 Versicherten kleinen Pensionskasse sei eine Win-win-Situation für beide Partner, meinte Eveline Widmer-Schlumpf. Die kantonale Pensionskasse sei ihr in den letzten Jahren sehr ans Herz gewachsen: "Wir freuen uns sehr, dass Ihr zu uns kommt."
Kirchenratspräsidentin Lini Sutter schilderte kurz die Geschichte einer der ältesten Bündner Pensionskassen. Während reformierte Pfarrer ab dem 16. Jahrhundert ihren Lohn vor allem in Form von Pfarrhaus, Garten und Brennholz erhielten, war deren Altersversorgung über Jahrhunderte ungesichert. 1808 wurde erstmals eine Pfarrwittwenkasse gegründet, aus der später, dank verschiedener Schenkungen, die Pensionskasse hervorging. Die heutige Pensionskasse hat aber zu wenig Versicherte, um auf lange Sicht zukunftsfähig zu sein. Mit dem Wechsel zur kantonalen Pensionskasse kann sie ausserdem den Wechsel vom Leistungs- zum Beitragsprimat realisieren.
Für die langjährigen und komplizierten Vorarbeiten dieses Übertritts waren Kirchenrat Hans Morgenegg und Finanzverwalter Christian Zippert auf Seiten der Landeskirche verantwortlich, sowie Hansmartin Eberle und Oskar Bieler auf Seiten des Kantons.
19.12.2007 |