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Die Synode in Arosa diskutierte lange und engagiert über den künftigen Religionsunterricht. Sie nahm verstärktes Engagement im Tourismus zur Kenntnis und wählte Zizers zum Synodalort 2008.
Die Synode führte ihre Diskussion zum Religionsunterricht am Montag in einer zweistündigen, teils kontroversen Debatte fort. Eine ganze Reihe von Synodalen machte ihrem Unbehagen Luft, dass eine Wochenstunde Religionsunterricht möglicherweise dem Staat übergeben werden soll. Sie befürchteten einen schleichenden Zerfall des Religionsunterrichts und das Schlechtreden von guter Arbeit. Kirchenrat Michael Ott betonte, dass die Verhandlungen zurzeit laufen und es noch keine definitiven Ergebnisse gibt. "Wir haben zwei Extreme ausgeschlossen", sagte Ott, "dass alles so bleibt wie es ist, und dass alles dem Staat übergeben wird". Unter dieser Prämisse liefen die Verhandlungen mit dem Kanton und der Katholischer Landeskirche. Markus Dettwiler schlug vor, Religion sollte als Promotionsfach aufgewertet werden. Michael Ott nahm diesen Vorschlag entgegen, wies allerdings darauf hin, dass dies einen staatlich verantworteten Unterricht voraussetzen würde.
Vermehrt im Tourismus engagiert Barbara Grass ist seit einem halben Jahr neue landeskirchliche Beauftragte für Kirche im Tourismus. Die Managerin einer grossen Telcomgesellschaft erstellte im Rahmen ihrer 20 Prozent Anstellung eine Ist-Analyse, die sie der Synode vorstellte. Eine Studie aus Ostfriesland zeige, dass über 50 Prozent der Urlauber eine Kirche besuchen. In Graubünden besteht aber das Manko, dass Basisinformationen über kirchliche Angebote zerstückelt sind, es fehlt eine vollständige Übersicht. Die Beauftragte schlägt die Konzentration auf eine einzige Veranstaltungsdatenbank vor. Ein zweiter Schwerpunkt ihrer Arbeit betrifft künftig buchbare Angebote zu kirchlichen Themen. Einige Angebote gibt es schon, die Fachstelle wird nun weitere planen oder koordinieren.
Weichen für neue Kirchenzeitung gestellt Die Kirchenzeitungen von Bern, Zürich, Aargau und Graubünden planen einen Zusammenschluss. "Reformiert.", so der Name der neuen Monatszeitung, soll ab Juni 2008 in einer Auflage von 700 000 Exemplaren erscheinen. Durch moderne Drucktechnologie wird der Inhalt des bisherigen Bündner Kirchenboten ungeschmälert erhalten, inklusive der Informationen aus den Ortsgemeinden. Die Synode hiess die notwendigen Gesetzesanpassungen ohne Gegenstimme gut. Nach dem bereits vorliegenden Ja in Aargau und Bern wird das Bündner Parlament im November den definitiven Entschluss fällen. Für die nächste Synode 2008 wurde Stephan Bösiger, Ardez, gewählt als Proponent mit dem Thema "Kirchenraum als Gestaltungsraum". Er setzte sich knapp mit einer Stimme Mehrheit gegen Jörg Lanckau durch, der mit dem Vortag "Träume statt Wort Gottes?" kandidierte. Zum Synodalort 2008 wurde Zizers gewählt. Die Synodalpredigerin am Gemeindegottesdienst wird Silke Dohrmann, Bergün, sein. |