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Verschiedene Änderungen im Religionsunterricht beschäftigten die Synode am Freitag – vor und hinter den Kulissen. Ausserdem nahm sie drei neue Pfarrerinnen und zwei Pfarrer auf.
Vor fünf Jahren verabschiedeten die Reformierte und Katholische Bündner Landeskirche einen gemeinsamen Lehrplan für den Religionsunterricht. Laut Kirchenrat Michael Ott ist dieser Lehrplan inzwischen vom Kanton approbiert und in Kraft gesetzt. "Das Problem des Religionsunterrichts liegt weniger an seinem Inhalt, sondern an der Organisation", glaubt Ott. Die entscheidende Frage sei: Wie kann der Religionsunterricht flächendeckend im ganzen Kanton von der 1. bis zur 9. Klasse mit zwei Wochenlektionen für alle Schüler stattfinden?
Kooperativer Unterricht mit Staat? Dieser Frage widmet sich derzeit eine Arbeitsgruppe beider Kirchen unter Mitarbeit des Kantons. Laut Co-Präsidentin Gisella Belleri diskutierte sie Modelle aus den Kantonen Zürich, Innerschweiz und St. Gallen. Für Graubünden, so Belleri, müsse eine Lösung gefunden werden, die den kleinen Schulen, den konfessionell getrennten Talschaften und den zunehmenden Abmeldungen vom Unterricht gerecht werde. Sie wolle das Ergebnis der Arbeitsgruppe nicht vorweg nehmen, aber befürwortet persönlich eine kooperative Lösung mit dem Kanton. Schliesslich wies Romedi Arquint, Beauftragter für Religionsunterricht, auf das neu eingeführte Rektoratmodell hin. Dieses soll der Qualitätssicherung dienen. Ein Team von Fachleuten besucht amtierende Lehrkräfte und bespricht deren Lektionen. Bis heute hätten 80 Prozent der Kirchgemeinden einem solchen Besuch zugestimmt. Hinter den Kulissen der Synode war bereits in den Fraktionssitzungen vom Vortag eine Diskussion um die Zukunft des Religionsunterrichts entbrannt. Die Fraktion "Theologische Arbeitsgemeinschaft" beantragte nun im Dringlichkeitsverfahren eine öffentliche Verlautbarung der Synode. In dieser Verlautbarung sollte die mögliche Kooperation mit dem Staat abgelehnt und der Status quo im Religionsunterricht auf der Primarschulstufe erhalten werden. Die Synode lehnte dieses Ansinnen mit deutlicher Mehrheit ab.
Alle neuen Pfarrpersonen aufgenommen In geschlossener Sitzung nahm die Synode fünf neue Mitglieder auf. Es sind die Pfarrerinnen Simona Rauch, gewählt in die Pastorationsgemeinschaft Bergell, Evelyn Cremer, Zizers, das Pfarrehepaar Annette und Lothar Teckemeyer Bonness, Zuoz-S-chanf, und Robert Naefgen-Neubert, St. Peter. Im Rezeptionsgottesdienst vom Sonntagmorgen werden die fünf Pfarrpersonen offiziell in die Synode aufgenommen. Die Pensionskasse der Landeskirche soll Ende dieses Jahres an die Pensionskasse des Kantons angeschlossen werden. Langfristig, so Kirchenrat Hans Morgenegg, biete diese Fusion positive Zukunftsaussichten unter einer professionellen Führung. Die Synode folgte diesem Antrag. Die Synode nahm Präsentationen der drei Hilfswerke Heks, Brot für alle und Mission 21 entgegen, sowie einen Bericht der Beauftragten für Migration, Integration und Flüchtlinge, Daniela Troxler.
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