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Finanziell geht es der Reformierten Landeskirche Graubünden glänzend. Deren Rechnung 2006 wurde vom Evangelischen Grossen Rat am 6 Juni 2007 in Chur gutgeheissen.
Als "hervorragenden Abschluss" bezeichnete Kirchenrat Hans Morgenegg die Rechung 2006. Der Grund: 400 000 Franken Ausgleichssteuern mehr als budgetiert und zusätzliche 2.1 Millionen Kultussteuern flossen im letzten Jahr in die Kassen der Landeskirche. "Diese Erträge sind einmalig", warnte Morgenegg zugleich, da sie namhafte Nachträge aus früheren Jahren enthielten. Mehraufwendungen in Höhe von 400 000 Franken verzeichnete Morgenegg dagegen bei der Subvention kirchlicher Bauten. Es wurden mehr Kirchen und Pfarrhäuser renoviert, als ursprünglich vorgesehen.
Ab 2009 rechnet die Landeskirche mit beträchtlichen Mindereinnahmen, da dann das neue kantonale Steuergesetz rechnungswirksam wird. Der Rat beschloss deshalb Rückstellungen an die Pensionskasse (500 000 Franken), sowie 1.5 Millionen für die Subvention kirchlicher Bauten. Von den 188 Reformierten Kirchen im Kanton ortet Hans Morgenegg für 30 einen dringenden Renovationsbedarf.
Neue Kirchenverfassung an die Hand nehmen Zufriedenheit auch bei der Geschäftsprüfungskommission. Deren Präsidentin, Christine Bucher, wies allerdings darauf hin, dass die Kirchliche Verfassung aus dem Jahr 1978 nicht mehr zweckmässig sei. Deren Revision sei zügig an die Hand zu nehmen. Grossrat Jean-Pierre Menge stellte umgehend einen entsprechenden Antrag an das Büro.
Die bisher selbstständigen Kirchgemeinden Lavin und Guarda können sich neu zu einer Kirchgemeinde Lavin-Guarda zusammenschliessen. Der Grosse Rat billigte den entsprechenden Antrag.
Pfarrer Hans-Peter Schreich appellierte an den Rat, die Dreisprachigkeit auf der Ebene der Pfarrämter umzusetzen. Dazu gehöre auch, dass Deutsche Pfarrer in deutschsprachigen Gebieten Mundart lernen sollten. Unter Bezug auf die Blick-Kampagne stelle sich nicht die Frage: wie viele Deutsche erträgt die Schweiz, sondern wie viel Schweiz ertragen die Deutschen, meinte Schreich.
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