Home
 Suchen & Finden:
 Kirchen in Graubünden
 Sprache
Home
Kirche
Kirchgemeinden
Landeskirche
Adressen
Gesamtkirchliche Dienste
Service
Kontakt
Medien
Weitere Organisationen
GemeindeBilden
Verfassungsrevision
Veranstaltungen suchen
Sitemap
Haftungsausschluss
Login
ältere Meldungen

Die Leitung der Synode bleibt in Männerhand. Die Synode wählte Pfarrer Thomas Gottschall, Trimmis, zu ihrem neuen Dekan.

Mit den Pfarrerinnen Patrica Weigl-Schatzmann und Gisella Belleri stellten sich zwei Frauen zur Wahl gegen Pfarrer Thomas Gottschall. Im mit Spannung erwarteten ersten Wahlgang verfehlt Thomas Gottschall mit 46 Stimmen, bei einem absoluten Mehr von 48 Stimmen, knapp die Wahl zum Dekan. Patrizia Weigl-Schatzmann erhielt 28 Stimmen, Gisella Belleri 21. Daraufhin zog Gisella Belleri ihre Kandidatur für einen zweiten Wahlgang zurück. In diesem zweiten Wahlgang, bei dem das relative Mehr zählte, schwang Thomas Gottschall mit 44 Stimmen obenaus, Patrica Weigl erhielt 39 Stimmen.

Der neue Dekan ist 44-jährig, geboren und aufgewachsen in Winterthur. Seit 14 Jahren amtiert Thomas Gottschall als Pfarrer von Trimmis-Says. Er ist verheiratet, hat zwei Kinder, und ist bereits seit sechs Jahren Mitglied des Kirchenrats.

Durch die Wahl des bisherigen Kirchenrats Thomas Gottschall zum Dekan wurde ein Sitz im Kirchenrat, der landeskirchlichen Exekutive, vakant. Die Synode wählte die 36-jährige Cornelia Camichel-Bromeis zur neuen Kirchenrätin. Sie ist Pfarrerin in Chur, verheiratet und hat drei Kinder.

Eine Überraschung gab es bei der Wahl zum zweiten Vizedekan. Die amtierende Katharina Kindler, Brusio, wurde abgewählt, statt ihrer stimmte die Synode für die unterlegene Dekanskandidatin Patricia Weigl. Bestätigt als Vizedekan wurde Pfarrer Daniel Wieland, Davos Platz, ebenso Pfarrer Giovanni Caduff, Malans, in seinem Amt als Kanzellar der Synode. Gewählt als Synodalprediger 2007 wurde Peter Weigl, Bivio. Die Synodalproposition wird Martina Müller, Safien, halten zum Thema Die Kirche und die alten Leute. Synodalort 2007 wird Arosa sein.

 

Asylgesetz und Handlungen für Nichtmitglieder

Auf Antrag von Romedi Arquint verabschiedete die Synode eine Resolution zum neuen Asylgesetz. Darin fordert sie die Ablehnung der Abstimmungsvorlagen, damit der Weg frei werde für eine dem weltweiten Humanitätsgedanken verpflichtete Revision. Die Synode verabschiedete die Resolution mit 56 zu 0 Stimmen bei 7 Enthaltungen.

Immer häufiger verlangen Menschen eine Taufe, Trauung oder Beerdigung, ohne dass sie selber Mitglied der Kirche sind. Die Synode diskutierte deshalb Richtlinien für kirchliche Handlungen für Nichtmitglieder. Nach diesen Richtlinien kann im Einzelfall solchen Wünschen nachgegeben werden. Die faktisch entstandenen Personal- und Infrastrukturkosten soll die Kirchgemeinde verrechnen können. Der Kirchenrat nahm Anregungen aus der Synode entgegen und wird nun eine revidierte Version in die Vernehmlassung schicken.

Die Personalkommission soll Standesregeln für Pfarrer ausarbeiten und auf der nächsten Synode vorlegen. Redaktor Daniel Monn stellte die kirchlichen Sendungen auf Radio Rumantsch vor, die sonntags von 9 bis 10 Uhr gesendet werden.