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Synodalproponent Urs Zangger, Silvaplana
Synodalproponent Urs Zangger, Silvaplana
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"Individualität und Partizipation" hiess die Synodalproposition der Reformierten Synode Saas am Samstagmorgen. Pfarrer Urs Zangger, Silvaplana, skizzierte Wege aus der Einsamkeit heutiger Menschen - und aus der

Frust, Einsamkeit und Atemlosigkeit. Das seien Symptome im heutigen Pfarrberuf, meinte Urs Zangger zu Beginn seines Referats. Symptome, die Pfarrer mal besser, mal schlechter ertragen können. So bekommt ein Pfarrer die zwiespältige Botschaft zu hören: "Ich trete aus der Kirche aus, aber gell, wenn ich mal Probleme habe, kann ich schon zu Dir kommen."

 

Nähe suchen - und ersticken

Wer diese Zwiespältigkeit näher untersucht, der stösst auf den heutigen Trend von Single Haushalten und Individualisierung. Dieser Trend habe eine Kehrseite: Je mehr Menschen ihre Ungebundenheit ausleben, umso grösser wird der Wunsch nach persönlicher Nähe, Selbstdarstellung und Geselligkeit. "Was einen verbindet, ist das Suchen nach persönlicher Nähe. Aber diese ist oft erstickend", schilderte Urs Zangger den heutigen Zwiespalt.

Für Kirchen führe das zu einer komplexen Situation. Auf der einen Seite lehnten immer mehr Menschen eine Bindung zur Institution Kirche ab. "Für sie ist Religion Privatsache", referierte Urs Zangger. Sie berufen sich auf Menschenrechte und sehen das Gebet als Ausdruck individueller Spiritualität. Aber auch diese Menschen wollten auf ihre formelle Zughörigkeit zur Kirche nicht verzichten. Sie nehmen Rituale wie Taufe, Trauung und Abdankung in Anspruch.

 

Macht abgeben und zurückerhalten

Wie soll die Kirche reagieren? Der Referent hat selber in Sils i.E. eine Offene Kirche mitinitiiert. Es sei für ihn berührend, wie man in der offenen aber unbesetzten Kirche immer wieder auf Spuren von Menschen stosse. Sie hinterlassen Zettel in einer Klagemauer, und machen so ihr Privates öffentlich. "Wir suchen de