
Sind von der Synode aufgenommen. Von links: Helke Döls, Rüdiger Döls, Sabine-Claudia Nold, Bettina Schönmann | Archivio annunci
Vier neue
PfarrerInnen für Graubünden, die Revision von zwei Gesetzen und eine Grundsatzfrage
um die Rolle der Synode. Diese Themen prägten die ordentlichen Verhandlungen der
Bündner Synode am Freitag in Saas.
Vier neue Pfarrpersonen wurden in geschlossener Sitzung in die Synode aufgenommen. Sie sind damit in Graubünden wählbar. Es handelt sich um Helke und Rüdiger Döls, zur Wahl vorgeschlagen nach Malans, Sabine-Claudia Nold, nach Trin und Bettina Schönmann nach Tschlin-Strada-Martina. Sie werden am Sonntagmorgen in der Rezeptionsfeier in die Bündner Kirche aufgenommen.
Diskussion um Bedeutung der Synode
Dürfen Beschlüsse der Synode durch den Kirchenrat verändert werden? Hans Luzius Marx, Chur, sorgte für eine Grundsatzdiskussion über das Vernehmlassungsverfahren: Wenn der Kirchenrat, wie kürzlich geschehen, einen Text der Synode abändere, dann können wir uns Diskussionen hier sparen und die Synode wäre entmachtet, meinte Marx. Kirchenratspräsidentin Lini Sutter hielt entgegen: Der Kirchenrat unterbreitet seine eigene Meinung sowie die ungekürzten Beschlüsse der Synode der jeweiligen Vorberatungskommission des Parlaments. Der Kirchenrat sitzt nicht am längeren Hebel als die Synode und will es auch nicht.
Daraufhin machte sich die Synode an die Revision von zwei Gesetzen: Das Wahlverfahren in den Kirchenrat wurde teilrevidiert und dem kantonalen Wahlverfahren angepasst. Beratungen über Berechtigung zum Pfarramt in Graubünden konnten am Vormittag angefangen werden aber müssen am Montag weiterverhandelt werden.
Keine gedruckten Liturgien mehr
In der Deutschschweiz werden keine reformierten Liturgien mehr hergestellt oder gedruckt. Grund sind die hohen Kosten, die einzelne Kantonalkirche nicht mehr zu tragen bereit sind. Liturgische Texte werden nur noch über das Internet verbreitet (www.liturgiekommission.ch). Pfarrer Heiner Nidecker, Thusis, kritisierte diesen Beschluss. |