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Es brauche eine starke Kirchenleitung und Gemeinde übergreifenden Institutionen, sonst werde die reformierte Kirche zunehmend bedeutungslos. Mit diesem Plädoyer eröffnete Dekan Luzi Battaglia die fünftägige Bündner Syn

Ob die Reformierten nicht neidisch seien auf die riesige Medienpräsenz in Rom, hätte ein Journalist Luzi Battaglia gefragt nach dem Tod von Papsts Johannes Paul II. "Neid ist dem Menschen, was Rost dem Eisen" meinte der Bündner Dekan trocken. Er gestand ein, dass die Reformierte Kirche heutigen Medienerfordernissen nicht entgegenkomme und es schwer habe, Profil zu zeigen.

Luzi Battaglia entwarf in seiner Eröffnung das Profil einer gestärkten reformierten Kirche. Die Reformierten müssten im vielstimmigen Konzert der Organisationen erkennbar sein. Seine Vorschläge: Die gemeindeübergreifenden Institutionen stärken, speziell die Kantonalkirche, den Kirchenbund und Reformierten Weltbund. Auch das für Bündner Ohren heisse Eisen einer stärkeren Kirchenleitung griff der Dekan auf. Er liess allerdings offen, wie genau diese Stärkung aussehen solle. "Reformierte Bischöfe brauchen wir keine" meinte Luzi Battaglia jedenfalls unter zustimmendem Gemurmel der Synode.

Setri Nyomi als Gastredner

Setri Nyomi, Generalsekretär des Reformierten Weltbunds, war Gastredner in Saas. Er skizzierte die Gemeinschaft der Reformierten Kirchen. Diese Bewegung ging ursprünglich von der Schweiz aus. Heute gehören 75 Millionen Menschen zu reformierten Kirchen. Zwei Drittel der Reformierten leben in Ländern des Südens, nur noch ein Drittel in Europa und Nordamerika. Deshalb setze sich der Weltbund nicht nur mit Säkularisierung und Materialismus auseinander, das seien die Fragen des Nordens. Die Reformierten des Südens fragten hingegen nach der Auswirkung von globalen wirtschaftlichen Arrangements.

Nyomi würdigte die Aktion der Bündner Kirche, die im zum WEF Transparente mit der Aufschrift "Wirtschaft soll Menschen dienen" entwickelt