 Tanz im Bibliodrama - Synodalgottesdienst Kirche Filisur | archiv da novitads
Mit Bibliodrama, einem Improvisationstheater von Filisurer
Schulkindern, stand der Synodalgottesdienst vom Sonntag im Zeichen von Innovation.
Zuvor waren dreizehn neue Pfarrerinnen und Pfarrer in die Bündner Kirche aufgenommen.
Im übrigen GraubÃ
Sie
habe kein demonstratives Zeichen setzen wollen, meinte Synodalpfarrerin Gisella
Belleri, Feldis, „aber ich wollte eine neuere Gottesdienstform zeigen, die ich
auch in unseren Gottesdiensten einsetze."
Eigene Erfahrungen darstellen
Die Fresken in der Filisurer Kirche hätten sie angeregt, die Bilder als Grundlage
für das Bibliodrama zum Leben zu erwecken. So versuchte sie, sich mit örtlichen
Primarschülern während drei Proben hineinzuversetzen in die Legende von Joachim
und Anna, Eltern von Maria. Gisella Belleri: „Es werden beim Bibliodrama eigene
Erfahrungen in die Aufführung eingebracht und die Kinder lernen keine Monologe
auswendig, sondern reden spontan in ihrer Sprache."
Der Gottesdienst war eine Folge von kurzen Sequenzen; moderne Musik mischte sich
mit Tanz, klassischer Blockflötenmusik und häufigem Gemeindegesang. Der Gottesdienst
war nach einer dreiviertel Stunde vorüber. „Ich habe gestaunt" lautete der spontane
Kommentar einer älteren Gottesdienstbesucherin am Ausgang.
Warnung vor zu hohen Erwartungen
Im Ordinations- und Rezeptionsgottesdienst zuvor waren vier Pfarrer ordiniert
und weitere neun in den Bündner Kirchendienst aufgenommen worden. Dekan Luzi Battaglia
warnte die neuen Kollegen vor den erhöhten Erwartungen, die heute immer stärker
an Pfarrer gestellt würden. Erwartungen seien gut, solang sie Ansporn gäben. „Aber
unsere Schritte müssen der Länge der Beine entsprechen."
Es könne nicht das Ziel für die Kirche sein, Aufmerksamkeit um jeden Preis zu
erringen. Alkibiades habe im antiken Athen seinem Hund den Schwanz abgeschnitten,
nur damit die Athener über ihn redeten. Battaglia: „Auch ein nicht gelungenes
Werk hat Wert, wenn |