 Präsentation der Isopublic-Befragung in der Turnhalle Filisur | archiv da novitads
Die Bündner Kirche erhält gute Noten von ihren Mitgliedern. Aber auch Probleme
sind in Sicht. Dies ergibt die erste repräsentative Befragung unter Graubündens
72 000 Reformierten. Sie wurde am Samstag auf der Synode Filisur von
In kaum einem anderen
Kanton dürfte der Kontakt zwischen Kirche und Mitgliedern so intensiv sein: Siebzehn
von zwanzig Bündnern hatten in den letzen zwei bis drei Jahren Kontakt mit der
Kirche oder Mitarbeitern. Am meisten genutzt wurden Taufen, Trauungen, Konfirmationen
und Beerdigungen. Aber auch drei von vier Bündner Kirchenmitgliedern besuchten
mindestens einen Gottesdienst, das sind rund 54 000 Menschen. Deutlich weniger
gefragt sind Seelsorge und Vortragsangebote. Mit 12 beziehungsweise 22 Prozent
Kontakten blieben hier kleinere Gruppen von Mitgliedern unter sich.
Gute Noten erhält die Kirche für kirchliche Feiern wie Taufe, Hochzeit, Beerdigung.
Auch der Erhalt von Kirchen und Gebäuden, sowie das Engagement für Kranke, Behinderte
und Gefangene werden gut bewertet. Die schlechtesten Noten geben Mitglieder für
Vorträge, Weiterbildungen, Kurse. Das Thematisieren von Glaubensfragen und der
Einsatz für Gerechtigkeit, Frieden und Entwicklung in der Welt kommen ebenfalls
schlecht weg. Der Religionsunterricht an der Schule, in den 44 Prozent aller kirchlichen
Mittel investiert werden, liegt auf dem viertletzten Platz.
Probleme: Reiche, Städte, Deutschsprachige
Was erscheint den Mitgliedern für die Zukunft der Kirche unverzichtbar? Kirchliche
Feiern wie Taufe, Hochzeit, Beerdigungen liegen auf Platz eins. Unverzichtbar
finden die Mitglieder auch das Engagement für Kranke, Behinderte, Gefangene, sowie
den Einsatz für Gerechtigkeit, Frieden und Entwicklung in der Welt. Danach folgen
Konfirmation, der Erhalt von Gebäuden und Gottesdienste. Für vergleichsweise unwichtig
halten Mitglieder Vorträge, persönliche Begegnungen mit kirchlichen MitarbeiterInnen
und das Thematisieren von Glaubensfragen.
Na |