Unter anderem trifft sich der
Kirchenrat mit der Verwaltungskommission des Corpus Catholikum und verdeutlicht dabei
seine Haltung zur Verbindlichkeit des neuen Ökumensichen Lehrplans. Katechetisches
Zentrum, Beratungsstelle für Religionsunter
Der Kirchenrat trifft sich mit der Verwaltungskommission des Corpus catholicum
zur jährlichen Sitzung. Die folgenden Themen werden besprochen: Beratungsstelle
adebar, Seniorenwettbewerb buna saira, evt. MIF-Beauftragung und Zusammenarbeit
mit Caritas Schweiz, Hotel Chur als Standort für das Katechetische Zentrum,
Ökumenischer Lehrplan und Unterstützung der Ökumene, Spitalplatz Chur, Verein
Hilfe für Asylsuchende.
Zu verschiedenen Punkten gibt es zwischen der Katholischen und der Evangelischen
Landeskirche unterschiedliche Meinungen. Zum Beispiel geht der Kirchenrat
davon aus, der ökumenische Lehrplan ziele auf einen grundsätzlich ökumenischen
Religionsunterricht auf allen Stufen hin. Das Bischöfliche Ordinariat hingegen,
das auf katholischer Seite für diese Frage zuständig ist, verstand den Religionsunterricht
mindestens auf der Stufe Primarschule immer als konfessionellen. Das Ordinariat
beruft sich dabei auf die Erfahrungen mit dem kokoru (konfessionell kooperativer
Religionsunterricht) in Zürich. Dort kam nach diesem Experiment die Diskussion
um die Übergabe des Religionsunterrichtes an den Staat. Dank der regelmässigen
Gespräche zwischen den beiden Kirchenleitungen ist es in Graubünden möglich,
solche heiklen Fragen offen miteinander zu diskutieren.
Das Katechetische Zentrum, die Beratungsstelle für Religionsunterricht und
die Mediothek müssen bis zum April des nächsten Jahres aus dem Constantineum
ausgezogen sein. Die beiden Landeskirchen können gemeinsam im Hotel Chur Räumlichkeiten
mieten. So ist es möglich, dass die drei Arbeitsstellen beisammen bleiben
und weiterhin Synergien nutzen können.