 Der Evangelische Grosse Rat beim Eröffnungsgesang | archiv da novitads
Der Evangelische Grosse Rat tagte
gestern in Chur. Er sagte Ja zum Voranschlag 2004, Ja zur Integration von Sozialdiakonischen
Mitarbeiterinnen in die Bündner Kirche und Jein zur Erhöhung von Entschädigungen.
Nach längerer Diskussion
genehmigten die Delegierten den Voranschlag der Kirchenkasse für 2004. Dieser
sieht Ausgaben und Einnahmen von rund 9,5 Millionen Franken vor und liegt 53'000
Franken tiefer als im letzten Jahr.
Zu Reden gab der Antrag des Kirchenrats, 1'900 Franken an die orthodoxen
Kirchen der Schweiz zu streichen. „Mit so wenig Geld können wir selten so viel
ökumenisches Porzellan zerschlagen", meinte Pfarrer Hanspeter Schreich, Sta.
Maria. Der Rat folgte seinem Antrag, den Beitrag wieder ins Budget zu nehmen.
Pfarrer Jon Janett, Luven, beurteilte die neu vorgesehenen 10'000 Franken
für romanisches Unterrichtsmaterial als nicht ausreichend. Sein Antrag, das Budget
auf 20'000 Franken zu verdoppeln, wurde vom Rat abgelehnt.
In der Eintretensdebatte hatte Grossrat Martin Butzerin, Sprecher der Geschäftsprüfungskommission,
gemahnt, dass die Deckung der Pensionskasse mit 92% eher schwach sei. Diesen Posten
gälte es im Auge zu behalten. Grossrat Lorenz Beck strich lobend heraus, dass
die Verwaltungskosten im Vergleich zum letzten Voranschlag klar gesunken seien.
Diakonie wird aufgewertet
Mit einer neuen Verordnung sollen die derzeit 14 Sozialdiakonischen Mitarbeiter
in die Strukturen der Bündner Kirche integriert werden. Unter anderem können sie
in Zukunft ordiniert werden. Zuvor unterlag in der Detailberatung ein Antrag von
Georg Waldburger, Klosters, knapp mit dem Stichentscheid der Präsidentin. Er wollte
den Kolloquien mehr Mitsprache einräumen für die Zulassung von Sozialdiakonen
bei Amtshandlungen und Predigten.
Laut Martin Chollet, Präsident des Diakonatkapitels Graubünden, ist dieser Entscheid
ein Meilenstein in der Geschichte der Bündn |