 von links: Kirchenrat Thomas Gottschall, Generalvikar Vitus Huonder, Romedi Arquint Fachstelle Religion, Beat Senn Katechetisches Zentrum | archiv da novitads
Auf Beginn des Schuljahres 2003/2004 tritt erstmals ein ökumenischer Lehrplan für den Bündner Religionsunterricht in Kraft. Wo Klassen im Kanton noch nach Konfessionen getrennt unterrichtet werden, soll der neue Lehrplan die Zusammenarbeit intensi
1999 begann eine interkonfessionelle Kommission mit der Arbeit am neuen Lehrplan. Während bisherige Lehrpläne sich konfessionell unterschieden, sollte neu eine religiös-christliche Gesamtschau im Mittelpunkt stehen. „Eine minimale Anforderung ist, dass sich Lehrpersonen beider Konfessionen auf die Stoffauswahl einigen“ meinte Romedi Arquint, Fachstellenleiter der Reformierten Landeskirche, heute an einer Medienorientierung. Der neue Lehrplan gilt für die Primar- und Sekundarstufe und liegt dreisprachig deutsch, romanisch und italienisch vor.
Konfessionelle Fenster Kernstück des Lehrplans sind 14 Richtziele, die thesenartig formulieren, was Schülerinnen und Schüler am Ende der 9. Klasse wissen sollten. Dazu gehört Wissen über andere Religionen und Kulturen, Engagement für Gerechtigkeit und Frieden, die Begegnung mit Jesus und Gottesbildern. „Der Lehrplan berücksichtigt aber auch die konfessionellen Inhalte wie die Vorbereitung zu den Sakramenten der katholischen Kirche und die Konfirmation der Reformierten“ betonte Beat Senn, Leiter der Katholischen Fachstelle Religionsunterricht.
Vorbehalte auf katholischer Seite Allerdings wurden an der Medienorientierung auch Vorbehalte deutlich. Während der reformierte Kirchenrat Thomas Gottschall den Lehrplan als „verbindlich“ für die Reformierte Kirche erklärte, beschrieb ihn Generalvikar Vitus Huonder als „eine Grundlage“ für den Unterricht. Es gäbe auf katholischer Seite eine Reihe von Ängsten, die erst abgebaut werden müssten, bevor der Lehrplan für verbindlich erklärt werden könne.
Der Lehrplan kann als pdf.Datei heruntergeladen werden unter Download
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