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Kasualien für Nichtmitglieder?

24. Juni 2017 veröffentlicht von shuegli

Individuell gestaltete Kasualien sind gefragt. Das sagt der Zehnjahresbericht, der am Samstag den Synodalen präsentiert worden ist. Dennoch geben sie Anlass zu Diskussionen.
 
 
 
 
 

Taufe, Konfirmation, Trauung und Abdankung: diese Kasualien bietet die Evangelisch-reformierte Kirche traditionellerweise an. Doch heute werden in manchen Kirchgemeinden weitere Handlungen gewünscht und gestaltet: etwa Segnungen zur Einschulung, individuell gestaltete Gottesdienste nach Unfällen oder Rituale bei einer Scheidung. Dies zeigt eine Erhebung unter Pfarrpersonen des Kantons. Pikant ist die Tatsache, dass nicht nur Kirchenmitglieder, sondern auch Ausgetretene kirchliche Handlungen in Anspruch nehmen möchten, insbesondere bei Todesfällen.

Die Erhebung zeigt auch, wie unterschiedlich entsprechende Anfragen in den Kirchgemeinden gehandhabt werden. Während die einen Pfarrpersonen aus seelsorgerlichen Gründen flexibel auf Bedürfnisse eingehen, rufen andere nach Vorgaben und Reglementierung. Umstritten ist, ob Kasualien ausschliesslich in Kirchenräumen oder auch im Freien stattfinden sollen, welche kirchlichen Handlungen für gleichgeschlechtliche Paare angeboten und in welchem Verhältnis eine allfällige Taufe im Freien zum traditionellen Gemeindegottesdienst stehen soll. Die Arbeitsgruppe formulierte 57 Thesen. Diese sollen für Querdenken und Innovation sorgen.

Am Nachmittag standen der Empfang durch den Gemeindepräsidenten Aurelio Casanova im Rathaus und verschiedene Ausflüge auf dem Programm: eine  Altstadtführung mit szenischen Einlagen bot einen ebenso lustvollen wie informativen Einblick in die Geschichte der kleinsten Reformationsstadt Europas und das Museum Regional Surselva führte durch die Sonderausstellung „Kreuz oder Hahn“. Doch auch der Ausflug in die Rheinschlucht und die Besichtigung der historischen Werkstätte der Gebrüder Giger Mulin in Schnaus vermochten zu begeistern und boten eine willkommene Abwechslung zum Sitzungsalltag.  

 
Bild: Kurz vor acht Uhr: die Synodalen erwarten den Zehnjahresbericht über die Kasualpraxis.
(Foto: Stefan Hügli)