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SEK: "Beteiligung schafft Solidarität"

1. Februar 2017 veröffentlicht von shuegli

 

 

 

 

 

Der Schweizerische Evangelische Kirchenbund (SEK) empfiehlt die erleichterte Einbürgerung der dritten Ausländergeneration. Gerecht sei eine Gesellschaft nur dann, wenn sie allen Mitgliedern gleiche Chancen eröffnet.

Faktisch sei die dritte Ausländergeneration bereits Schweizerinnen und Schweizer. Dies schreibt der Schweizerische Evangelische Kirchenbund (SEK) in einer am 31. Januar verschickten Stellungnahme. Bei der dritten Ausländergeneration handle es sich um Menschen, die ihren Lebensmittelpunkt in der Schweiz haben. Ihre Grosseltern lebten hier, ihre Eltern wurden bereits hier geboren. «Sie arbeiten hier, sind im gesellschaftlichen Leben fest verankert. Sie engagieren sich politisch und manchmal auch in den Kirchen. Die Schweiz ist ihr Zuhause», heisst es in der Mitteilung weiter. Trotzdem blieben ihnen die Rechte und Pflichten von Staatsbürgern verwehrt. So seien sie zwar von Volksentscheiden betroffen, können aber weder wählen noch abstimmen. «Sie sind aus demokratischen Prozessen ausgeschlossen und gehören nicht zum Souverän.»

Beteiligung schafft Solidarität. Politische Rechte ermöglichen Mitgestaltungsmöglichkeiten dort wo man lebe. Auch für die Reformierten seien Mitgestaltungsmöglichkeiten zentrale Anliegen. So kennen viele Mitgliedkirchen des Kirchenbundes das Ausländerstimmrecht für hier lebende reformierte Christen.

Die mit der Staatsbürgerschaft verbundenen Rechte und Pflichten führten zu Fragen der Gerechtigkeit und Gleichberechtigung. Auch die Erteilung und das Vorenthalten der Bürgerrechte sei eine Frage der Gerechtigkeit. «Gerecht ist eine Gesellschaft dann, wenn sie allen Mitgliedern gleiche Chancen eröffnet, am gesellschaftlichen und politischen Leben teilzunehmen, es aktiv zu gestalten und ihre Anliegen wirkungsvoll einzubringen», so der SEK. Diese partizipativen Prozesse würden den gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken. «Davon profitieren nicht nur Eingebürgerte, sondern alle. Beteiligung schafft gemeinschaftliche Loyalität.»

Der Kirchenbund habe sich bereits im Rahmen von Vernehmlassungsverfahren für die erleichterte Einbürgerung der dritten Ausländergeneration ausgesprochen. Das zur Abstimmung vorliegende erleichterte Einbürgerungsverfahren sei zudem nicht neu. «Es hat sich bereits bewährt. Ehepartnerinnen und Ehepartner von Schweizern können sich schon heute mit diesem erleichterten Verfahren einbürgern lassen.»

 

Quelle: ref.ch

Stellungnahme des SEK im Originaltext: